Die Hinrunde zusammengefasst

Nach vollzogenem Umbruch, einem nervenaufreibenden Abstiegskampf und einem in Irchenrieth am allerletzten Spieltag erfolgreich abgeschlossenen Schlußspurt, stand die Steinwaldelf in der Abschlusstabelle der letzten Saison plötzlich auf Platz 6. Verrückt, denn der Abstand dieses vom ersten Blick her sehr guten Ranges zum Relegationsplatz 12 betrug am Ende nur zwei „winzige“ Zähler. Am Ende war die Freude rund um das Kreinzl-Stadion groß, man hatte die Liga nach einer Reihe von Unwegbarkeiten, die sich durch die Spielzeit verteilten, doch noch halten können.

In der Sommerpause verließen dann einige wichtige Stammkräfte den TSV, im Gegenzug bediente man sich beim TSV Tännesberg und holte mit Michal Hlavsa und Jaroslav Safar zwei Kräfte aus dem Nachbarland Tschechien ins Boot. Nachdem die stark verjüngte Truppe ein Jahr Erfahrung im „Haifischbecken“ Kreisliga gesammelt hatte, traute man ihr für die aktuelle Spielzeit mehr zu, als nur den Klassenerhalt. Einen einstelligen Tabellenplatz stelle man sich schon vor, hieß es aus dem Kreis der Verantwortlichen um Abteilungsleiter Reinhold Kastner.

Und die Mannschaft erfüllte die gesteigerten Erwartungen zunächst auch, denn nach Auswärtsdreier in Kemnath zum Auftakt folgte ein Unentschieden, vier Punkte zum Start verhießen „Gutes.“ Doch mit der Niederlage in Plößberg am 3. Spieltag setzte eine plötzlich unerwartete Negativserie ein, die den TSV in den „Aufzug nach unten“ setzte. Es folgten vier „Pleiten“ in Folge mit dem negativen Höhepunkt, dass man nach der 8. Runde gar die „Rote Laterne“ übernommen hatte. Am 15. September läutete man schließlich mit dem ersten Erfolg nach mehreren erfolglosen Wochen (3:1 in Ebnath) die Wende ein, verließ nach nur einer Woche das Tabellenende wieder und startete zu einer Aufholjagd in Richtung gesicherte Tabellenplätze. Sieben Punkte aus den folgenden drei Matches hievten die Rupprecht-Crew auf Platz 9, dabei zeigte vor allem das 5:4 in Dießfurt, dass die Moral den Mannen um Goalgetter Sandro Hösl absolut in Takt ist. In der 80. Minute noch 3:4 in Rückstand, drehte der TSV die Partie noch und gewann diese torreiche Begegnung in der Nachspielzeit noch mit 5:4. Hösl persönlich hatte dabei vier Mal eingelocht und seiner Bezeichnung als „Tormaschine“ wieder einmal alle Ehre gemacht.

Danach setzte es wohl gegen die DJK Weiden ein 0:2 auf eigenem Geläuf und auch das 2:2 gegen den direkten Mitkonkurrenten und Nachbarn aus Kemnath war weniger zufriedenstellend. Doch durch die beiden Dreier in Mantel (3:2) und gegen ambitionierte Plößberger (2:1) glichen die „Gelb-Schwarzen“ ihre kurze Schwächephase wieder aus. Nach der Niederlage bei Primus Vohenstrauß sorgte der Derbysieg gegen den TSV Reuth zum Ausklang schließlich dafür, dass man die „stade Zeit“ doch noch besinnlich und weniger sorgenbepackt verbringen durfte.

In der mit dem Auswärtsspiel in Kirchenthumbach beginnende Restrückrunde wollen Stephan Rupprecht, Co-Trainer Mo Dal und ihre Schützlinge möglichst schnell das Ticket für die nächste Kreisligasaison lösen, will heißen, möglichst frühzeitig die nötigen Punkte „im Sack“ haben. Die verbleibenden acht Partien gestalten sich dabei nicht unbedingt einfach. Zunächst misst man sich mit drei Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel, dabei auch zwei Kandidaten auf „Großes“ (SpVgg SV und FC Weiden-Ost). Dann folgen die „Sechs-Punkte-Spiele“ gegen drei Mitstreiter ums Dasein (Ebnath, Anadoluspor und Tremmersdorf), wo wohl schon eine Vorentscheidung im Abstiegskampf fallen könnte.  Mit den Partien gegen Dießfurt und am Weidener Flutkanal geht dann eine Saison zu Ende, bei der der TSV in der Abschlußtabelle auf jedem Fall über dem Strich, bestenfalls eben auf einem „einstelligen Tabellenplatz“ stehen möchte. Doch dazu heißt es in den verbleibenden Matches (fünf Mal in der Fremde und nur drei Mal zuhause), den positiven Trend fortzuführen um sich im Mittelfeld festzubeißen.

Quelle: fupa.net