Nur ein Unentschieden bei der DJK Neustadt/WN

Ein am Ende gerechtes Remis, das für beide Teams im Abstiegskampf aber weder Fisch noch Fleisch bedeutet. Von Beginn am lieferten sich die Kellerkinder einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Platzherren in Abschnitt 1 ein großes Chancenplus zu verzeichnen hatten. Immer wieder kombinierten sie sich geschickt bis in Tornähe durch, doch hatten zwei Mal Philipp Gerlach, Patrick Michl und Bastian Forster ihr Visier schlecht eingestellt. Die beiden besten Möglichkeiten boten sich Steffen Markl – er zwang Gästeschlussmann Leon Lehner mit verdecktem Flachschuss zu einer Glanzparade (18.) – und Sandro Dotzler – er setzte die Kugel mit vehementem Linksschuss ans Lattenkreuz (40.) – doch die eigentlich verdiente Führung der Platzherren, die wesentlich mehr Zug zum Tor entwickelten als die Gäste, blieb aus. Die einzig nennenswerte Chance der Lang-Elf, die meist mit weiten Bällen auf ihre Spitzen operierte, datierte aus der 21. Minute, als Sandro Hösl nach einem Martetschläger-Eckstoß DJK-Keeper Martin Pensky per zur Glanzparade zwang (21.)

Nach der Pause nahm die Partie an Fahrt auf. Patrick Michl ließ zunächst eine Riesenchance ungenutzt, als er nach Flanke Sandro Dotzlers völlig frei am Tor vorbei köpfte (47.). Dann schlugen die Gäste eiskalt zu und schienen durch einen Doppelschlag innerhalb von einer Minute frühzeitig auf der Siegerstraße zu sein. Zunächst nützte Lukas Kastner ein Missverständnis in der DJK-Abwehr zum 0:1, Sekunden später setzte sich Sandro Hösl im mit Haken und Ösen geführten Zweikampf gegen seinen Bewacher durch und drosch die Kugel zum 0:2 ins Netz. Trotz dieses heftigen Rückschlags blieb Neustadt unbeeindruckt, schüttelte sich nur kurz und zeigte Moral. Steffen Markls Anschlusstreffer – er bugsierte einen Flugball von Lukas Piehler aus dem Halbfeld per Kopf in den TSV-Kasten – brachte die Lederer-Elf ins Spiel zurück. Vier Minuten später jedoch schien dann der wohl vorentscheidende Rückschlag perfekt. Bei einem Schussversuch schlug Sandro Hösl ein Luftloch, worauf der Unparteiische zum Entsetzen der DJK plötzlich auf den ominösen Punkt zeigte. Lukas Kastner ließ die Riesenchance allerdings liegen, scheiterte er doch mit dem sehr zweifelhaften Strafstoß an Neustadt-Goalie Martin Pensky (61.). In Folge wurde die Partie immer intensiver. Ein dickes „Brett“ eröffnete sich Sandro Hösl, als er nach Pass von Michael Martetschläger frei vor dem einheimischen Gehäuse zum Schuss kam, jedoch verzog (65.). Sechs Minuten später hatten die DJK-Fans auf der Gegenseite den Torschrei schon auf den Lippen, als Steffen Markl nach Gerlach-Eckstoß am Fünfmeterraum zum Abschluss kam, das Leder aber übers Tor schickte. Dann schlug es doch im Erbendorfer Gehäuse ein. Lukas Kastner avancierte endgültig zum Pechvogel der Partie, als er einen weiteren Eckstoß von Philipp Gerlach zum umjubelten Gleichstand ins eigene Tor verlängerte (76.). Ja, in der 79. Minute brannte es noch einmal im TSV-Strafraum lichterloh, als Steffen Markls wuchtiger Rechtsschuss nach einem Abpraller die Lattenoberkante streifte. In der Schlussphase holten beide Teams dann noch einmal alles aus sich heraus, drängten auf den Lucky Punch, ein Treffer sollte allerdings nicht mehr fallen.

Gästetrainer Roland Lang war nach dem Spiel nicht zufrieden und sprach von zwei verschenkten Zählern: „Wenn ich 2:0 führe, dann darf ich das Spiel nicht mehr aus der Hand geben. Zudem wir nach dem Anschlusstreffer zwei Riesenchancen zur Vorentscheidung per Elfmeter und durch Sandro (Hösl) liegen gelassen haben. Am Ende dann ein gerechtes 2:2, ich muss ich mit dem Punkt leben.“

DJK-Coach Manfred Lederer sah den Verlauf der Partie anders: „Wir müssen schon in der ersten Hälfte und gleich nach Wiederbeginn in Führung gehen, haben aber leider die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss dieses Mal vermissen lassen. Einige weitere Möglichkeiten hätten sich eröffnet, wenn wir unsere Angriffe ordentlicher zu Ende gespielt hätten. Danach schenken wir unserem Gegner wieder ein Tor und liegen gar 0:2 zurück, dann allerdings hat meine Mannschaft eine tolle Moral bewiesen und hätte dieses Spiel sogar noch gewinnen können. Das Unentschieden ist unter dem Strich gerecht, für uns natürlich, weil es ein Heimspiel war, trotzdem zu wenig.“

Quelle: fupa.net